Perfektion-Antrieb zum Erfolg?

(english version below)

"It´s the 15 minutes on the days you don´t want to play that will win you those medals..." Dieses Zitat von Willie McCallum sprach mich an, sprach meinen Ehrgeiz an, war genau das was bisher in meinem Leben oder beim Piping für mich Programm war.

Seit meiner Kindheit war ich immer sehr ehrgeizig. Im Sport bin ich gern gegen andere gerannt, habe Mannschaftsspiele wie Volleyball geliebt und ich habe mich ständig verglichen und immer versucht, vorne mitzumischen. Oft auch mit Erfolg. Enttäuschung machte sich breit, wenn es mal nicht so gut für mich lief und mein Ehrgeiz wuchs, die "Schlappe" wieder auszubügeln in dem ich versuchte beim nächsten Mal noch besser zu sein. Eigentlich gute Voraussetzungen für gute Leistungen. Heute weiß ich, dass diese Denke nicht nur Positives mit sich bringt und einen sogar bremsen statt pushen kann. In meinem vorhergehenden Artikel schieb ich über Competitions. Über das "Zermürbnis" bei der Suche nach Perfektion. Genauso erging es mir noch bis letztes Jahr, wenn es um das Thema Piping ging. Das "Zermürbnis" war Folgendes: je besser ich wurde umso kritischer wurde ich mit mir selbst. Ich hörte viele Dinge in meinem Spiel, die mich wahnsinnig machten, weil sie da nicht hingehörten. Das ging soweit, dass ich nicht mal mehr vor meinem Lehrer spielen wollte und konnte, weil ich genau wusste, dass diese Stellen da waren, die ich (noch) nicht richtig konnte aber doch können wollte. Ich wollte mich beweisen und zeigen was ich kann und nicht was ich nicht kann! Und das ist doch das Paradoxe...warum geht man denn zu einem Lehrer? Genau deshalb, weil man ja nicht alles kann und lernen möchte. Aber irgendetwas in mir sträubte sich dagegen, das einzugestehen. Dazu kam eine wahnsinnige Anspannung, vor Leuten und nicht nur vor meinem Lehrer zu spielen, weil ich um die meisten Defizite wusste....und wenn mir der Lehrer noch ein Weiteres aufzeigte...was ja seine Aufgabe ist, brach für mich die Welt zusammen. Ein Zitat was mich hier zum ersten Umdenken angestoßen hat, war: "Man wird nicht über Nacht zum Superpiper". Eigentlich eine ganz profane Aussage mit ganz viel Wahrheit. Wer bin ich denn, die sich anmaßt so spielen zu wollen wie die Großen? Die haben auch viele Jahre Schweiß und Arbeit in die Musik gesteckt um soweit zu kommen. Warum schaut man nicht mal auf den Weg, der bereits hinter einem liegt? Freut sich über das was man bisher erreicht hat? Was man bisher gelernt hat, was man kann....statt auf das zu schauen was man nicht kann? Ich denke, es ist die Prägung durch unsere Leistungsgesellschaft, die uns nicht innehalten lässt. Wo einem offeriert wird, dass es nur nach oben gehen kann und nur Platz eins etwas zählt. Und ja, ich höre Leute, die mir genau das sagen und über Platz zwei schon enttäuscht sind. Und genau so jemand war ich auch. Früher im Sport, später in der Musik. Mittlerweile lerne ich, anders damit umzugehen. Es ist nicht so, dass man einen Schalter im Kopf hat, den man einfach umschalten kann, es ist ein Lernprozess der einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Zusätzlich, neben dem Lernen der eigentlich "ursächlichen Problematik" ...beziehungsweise was ich daraus machte. Aber ich denke es kann etwas Gutes dabei heraus kommen, wenn man sich diesem Lernprozess hingibt. Bevor es zum Umdenken bei mir kam, hatte ich bereits vor meiner ersten Competition damit begonnen, jeden Tag wie eine Irre Pipe zu spielen. Jeden Abend saß ich in meinem Keller und spielte sture Technik mit der Pipe. Technik, Technik, Tunes. Jeden Abend. Ich war besessen, voran zu kommen. Ich war müde nach meinem Arbeitstag, müde durch meine zwei Kinder und trotzdem gehörte die Zeit nach 21.00Uhr mir und meiner Pipe. Oft war ich gereizt und ärgerte mich dann über Fehler beim Spielen. Manchmal war mir wirklich danach, die Pipe aus dem Fenster oder an die Wand zu werfen, wenn irgendetwas nicht so funktionierte wie ich es gern gehabt hätte. Das ging auch ein Jahr mehr oder weniger gut. Ich spielte daraufhin in einem Jahr auf allen möglichen Onlinecompetitions, die sich mir boten und war noch gereizter und schlechter gestimmt, wenn ich mal nicht am Abend zum Spielen kam. Ich hatte Angst, etwas zu verpassen, nicht mehr genug Zeit zu haben gut zu werden. Dann kam mein Sommerurlaub. Urlaub der eigentlich der Entspannung dienen sollte, machte mich gänzlich unentspannt. Ich hatte mich für eine Onlinecompetition angemeldet, wo die Abgabefrist ein paar Wochen nach meinem Urlaub lag. Das hört sich nach viel an, war es für mich aber nicht. Ich nahm die Pipe mit in den Urlaub, in der Hoffnung spielen und üben zu können. Natürlich ging der Plan nicht auf und innerlich machte sich bereits starker Unmut in mir breit. So hatte ich auf jeder Autofahrt zumindest meine Degerpipe dabei und mit meinen Füßen das Notenblatt auf dem Armaturenbrett gehalten. Aber es war nicht dasselbe. Drei mal war es mir vergönnt, in diesem Urlaub ein Fleckchen im Wald zu finden um Pipe zu spielen. Für mich eindeutig zu wenig! Ich merkte, wie sich bereits innerlich mal wieder enormer Druck aufbaute und ich bekam Angst, bis zur Abgabe der Competitiontunes nichts mehr auf die Reihe zu bekommen. Das, was ich euphorisch angemeldet hatte, lief nämlich nicht wie ich mir eigentlich erhofft hatte. Ich schob die Tatsache darauf, dass ich zu wenig Zeit zum Üben hatte. Das ich mal wieder zu hoch und nach den Sternen gegriffen hatte, das kam mir (noch) nicht in den Sinn. Nach dem Urlaub konnte ich zwar wieder jeden Tag wie gewohnt in meinen Keller aber ein grippaler Infekt, 6 Wochen vor Abgabe machte mir erneut einen Strich durch die Rechnung. Ich konnte einfach nicht Pipe spielen und ich sah meine, nach dem Sommerurlaub wieder mühsam zurückgewonnene Kondition, erneut den Bach runter gehen. Ich war durch und durch unzufrieden und gönnte mir auch während meiner Grippe keine Pause. Wenn, dann vielleicht einen oder zwei Tage, die ich trotzdem mit dem Practice Chanter verbrachte. Als die Zeit da war, um mit den Aufnahmen zu beginnen, ich hatte inzwischen im Gegensatz zur ersten Competition dazugelernt und einen großzügigen Zeitplan für mich erstellt (pro Disziplin eine Woche Zeit und eine Woche Puffer =5 Wochen) war ich nur noch unzufrieden und genervt. Ich begann mit den Aufnahmen. Fast jeden Abend war ich im Keller, zog meine Uniform an und machte Aufnahmen. Ich hatte mich für Piobaireachd, 6/8 March, 2/4 March und Strathspey/Reel angemeldet. Das Dilemma war hausgemacht. Ich hatte für 2/4 March und Strathspey/Reel Tunes ausgewählt, die nicht sicher liefen. 6/8 March war ein Wackelkandidat und Piobaireachd war die einzige verlässliche Konstante...dachte ich. Mit jedem Tag Aufnahmen, die leider nicht funktionierten, wuchs mein Frust. Ich lernte 2 Wochen vor Abgabe noch einen einfacheren 2/4 March weil ich in meinem eigentlichen Competitiontune wie blockiert war. Selbst im Piobaireachd klebten die Finger am Chanter. Ich bekam zunehmend das Gefühl, jemand würde auf meinem Brustkorb sitzen und mir das Atmen unmöglich machen. Zeitweise bekam ich Atemnot und Übelkeit beim Spielen. Irgendetwas stimmte nicht. Ich konnte meine Pipe nicht mehr sehen, meine Tunes nicht mehr hören. Ich dachte an eine cardiologische Ursache, die bei mir im Teenageralter diagnostiziert wurde und machte sogar einen Termin beim Cardiologen aus, um das abchecken zu lassen. Was meine Aufnahmen anging, machte ich irgendwann einen Cut. 2/4 March, 6/8 March und Piobaireachd gab ich ab. Strathspey und Reel ließ ich sausen. Es war mir egal, ich wollte einfach nicht mehr. Entsprechend waren auch meine Ergebnisse. Den Piobaireachd hatte ich versemmelt, ich hatte überall statt Rodins, Grips gespielt und es nicht mal beim Anhören gemerkt. 2/4 March war unter "ferner liefen" und erfreulicherweise kam beim 6/8 March sogar noch ein zweiter Platz zustande.

Nun zum Cardiologen...ich bin ja froh, dass nichts gefunden wurde, über was ich mir Sorgen machen müsste. Er und mein Hausarzt, bei dem ich vorher war, mutmaßten Stresssymptomatik. Ich sollte mal kürzer treten und war daraufhin zwei Wochen krank geschrieben. In den zwei Wochen rührte ich weder Pipe noch Practice Chanter an. Ich begann zu basteln, was ich eigentlich auch nicht so gerne mache aber es hat mich geerdet und wieder zurück in ein bisschen Normalität geholt. Ich bekam auch wieder Lust aufs Pipen aber der Druck auf dem Brustkorb und die Kurzatmigkeit hielten noch eine ganze Weile an. Zum Winter hin, fing ich langsam wieder an zu spielen. Ich ging auch abends wieder in den Keller aber wenn ich innerlich das Gefühl hatte, heute nicht, dann ließ ich es sein....man wird ja nicht über Nacht zum Superpiper, da war es wieder und bekam plötzlich tiefere Bedeutung... nämlich, dass diese eine Nacht Pause eben mal gar nichts macht! Auf Empfehlung eines Freundes kaufte ich mir ein Buch über Lernstrategien für Musiker. Ich begann, mich mit Meditation und Stressbewältigung zu beschäftigen. Und plötzlich ergaben für mich auch die Worte der Lehrer einen Sinn, an die ich mit meinem vorherigen Tunnelblick nie so recht glauben wollte. Langsam üben, Zeit lassen, permanentes Wiederholen. Nicht ungeduldig werden und nicht aufregen. Die wertvolle Energie, die dabei verschwendet wird ist sinnvoller in maßvolles Üben investiert. Und ganz wichtig, Pausen. Jeden Tag unter Druck und Frust geübt, hat mich lange nicht so voran gebracht, wie jetzt Maß und Freude. Ich hatte es nie ausprobiert und jetzt wo ich es tat, merkte ich, dass sie alle Recht hatten. Und ja, ich übe heute mit Freude und nehme meine Fehler an, mit der Zuversicht, dass es durch stetiges, geduldiges Üben irgendwann keine mehr sind. Ein Lehrer hat mal zu mir gesagt, wie ein Handwerker immer ein Stückchen nachjustieren. Stück für Stück, geduldig und mit Ruhe und irgendwann passt es. Ich habe einiges schon passend gemacht. Das mit dem vor anderen spielen...ok, da sind glaub noch ein paar Schalter umzulegen aber ich bin zuversichtlich, dass das auch noch passieren wird.

Willie hat schon Recht. Über Grenzen hinauszugehen lässt einen wachsen, lässt einen besser werden, bringt einen nach vorn. Aber es ist entscheidend wie weit man diese Grenze überschreitet. Hätte ich die Viertelstunde wörtlich genommen wäre in meinem Fall vielleicht nicht viel passiert. Aber ich bin permanent zu weit hinausgeschwommen, ich habe nicht auf meinen Körper gehört, der mir bereits deutliche Signale gesendet hat :" Hör auf, ich kann nicht mehr!" Heute identifiziere ich mich eher mit dem Spruch: "Vergleiche dich nicht mit anderen Pipern...vergleiche dich mit dem Piper, der du gestern warst." Und das ist es. Man muss seinen eigenen Weg gehen, seine eigenen Erfahrungen machen. Dinge die einem immer nur gesagt werden, leuchten einem erst mit gewisser Selbsterfahrung ein, auch wenn diese schmerzhafter Natur ist. Aber das gehört wohl dazu...bis irgendwann die Gelassenheit des Alters einsetzt ;-)



Perfection-drive to success?


"It's the 15 minutes on the days you don't want to play that will win you those medals..." This quote from Willie McCallum spoke to me, spoke to my ambition, was exactly what has been the program for me so far in my life or piping.

Since childhood, I have always been very ambitious. In sports I loved to run against others, I loved team games like volleyball, and I was always comparing myself and always trying to be in the front. Often with success. Disappointment set in when things didn't go so well for me and my ambition grew to make up for the "defeat" by trying to be even better the next time. Actually good conditions for good performances. Today I know that this way of thinking is not only positive and can even slow you down instead of pushing you. In my previous article I wrote about competitions. About the "attrition" in the search for perfection. I felt the same way about piping until last year. The "attrition" was this: the better I got, the more critical I became of myself. I heard a lot of things in my playing that drove me crazy because they didn't belong there. It went so far that I didn't even want to and couldn't play in front of my teacher anymore, because I knew exactly that these parts were there that I couldn't (yet) play properly but wanted to be able to. I wanted to prove myself and show what I could do and not what I couldn't do! And that is the paradox...why does one go to a teacher? Exactly because one cannot do everything and wants to learn. But something in me resisted admitting that. In addition, there was an insane tension to play in front of people and not only in front of my teacher, because I knew about most of the deficits....and when the teacher showed me one more...which is his job, the world collapsed for me. A quote that made me change my mind for the first time was: "You don't become a superpiper overnight". Actually a very profane statement with a lot of truth. Who am I to presume to want to play like the greats? They have also put many years of sweat and work into the music to get this far. Why not look at the path that already lies behind you? Are you happy about what you have achieved so far? What you have learned so far, what you can do.... instead of looking at what you can't do? I think it is the imprint of our meritocracy that does not allow us to pause. Where you are offered that it can only go up and only place one counts for something. And yes, I hear people who tell me exactly that and are already disappointed about second place. And that's exactly the kind of person I was. Earlier in sports, later in music. In the meantime, I'm learning to deal with it differently. It's not like you have a switch in your head that you can just flip, it's a learning process that takes quite a bit of time. Additionally, besides learning the actual "causal problem" ...respectively what I made of it. But I think something good can come out of it, if one surrenders oneself to this learning process. Before I started to rethink, I had already started to play the bagpipe like a lunatic every day before my first competition. Every night I sat in my basement and played stubborn technique with the bagpipe. Technique, technique, tunes. Every night. I was obsessed with getting ahead. I was tired after my day at work, tired by my two children and still the time after 9pm belonged to me and my bagpipe. Often I was irritated and then annoyed by mistakes in playing. Sometimes I really felt like throwing the instrument out of the window or against the wall if something didn't work the way I wanted it to. That also went more or less well one year. I then played on every possible online competition that came my way one year and was even more irritable and worse tempered if I didn't get to play in the evening. I was afraid of missing out, of not having enough time to get good. Then came my summer vacation. Vacation that was supposed to be for relaxation made me completely unrelaxed. I had signed up for an online competition where the deadline was a few weeks after my vacation. That sounds like a lot, but it wasn't for me. I took the bagpipe with me on vacation, hoping to play and practice. Of course, the plan didn't work out and internally, strong resentment was already spreading through me. So on every car trip I had at least my degerpipe with me and with my feet I held the sheet of music on the dashboard. But it was not the same. Three times I was granted to find a spot in the forest to play bagpipe during this vacation. For me clearly too little! I noticed how already internally once again enormous pressure built up and I was afraid to get nothing more in the row until the submission of the competition tunes. What I had euphorically registered, did not go as I had actually hoped. I blamed the fact that I had too little time to practice. That I had once again reached too high and for the stars, that didn't occur to me (yet). After the vacation I was able to go back to my cellar every day as usual, but a flu-like infection 6 weeks before the deadline threw a spanner in the works. I just couldn't play bagpipe and I saw my condition, which I had painstakingly regained after the summer vacation, going down the drain again. I was thoroughly dissatisfied and didn't allow myself a break even during my flu. If, then maybe a day or two, which I spent nevertheless with the practice chanter. When the time came to start recording, I had learned in the meantime in contrast to the first competition and created a generous schedule for myself (per discipline one week time and one week buffer =5 weeks) I was only dissatisfied and annoyed. I started with the recordings. Almost every evening I was in the basement, putting on my uniform and filmed me. I had signed up for Piobaireachd, 6/8 March, 2/4 March and Strathspey/Reel. The dilemma was homemade. I had selected tunes for 2/4 March and Strathspey/Reel that did not run safely. 6/8 March was a toss-up and Piobaireachd was the only reliable constant...I thought. With each day of recordings that unfortunately didn't work, my frustration grew. I learned an easier 2/4 March 2 weeks before submission because I was like blocked in my actual competition tune. Even in Piobaireachd my fingers stuck to the chanter. I increasingly got the feeling that someone was sitting on my chest and making it impossible for me to breathe. At times I would get shortness of breath and nausea while playing. Something was not right. I couldn't see my bagpipe anymore, couldn't hear my tunes. I thought of a cardiological cause, which I was diagnosed with in my teens, and even made an appointment with a cardiologist to have it checked out. As for my recordings, I made a cut at some point. 2/4 March, 6/8 March and Piobaireachd I sent in. Strathspey and Reel I skipped. I didn't care, I just didn't want any more. My results were accordingly. The Piobaireachd I had messed up, I had played Grips everywhere instead of Rodins and didn't even notice it when listening to it. 2/4 March was under "far runner-up" and fortunately I even got a second place in the 6/8 March.

Now to the cardiologist...I'm glad nothing was found to worry about. He and my family doctor, whom I had seen before, suspected stress symptoms. I was told to take a break and was then sick for two weeks. During the two weeks I did not touch bagpipe or practice chanter. I started to tinker, which I don't really like to do, but it grounded me and brought me back to a bit of normality. I also started to feel like piping again but the pressure on my chest and the shortness of breath lasted for quite a while. Towards winter, I slowly started playing again. I also went back to the basement in the evenings, but when I had the inner feeling that I wouldn't be able to do it today, I let it go....you don´t become a superpiper overnight.There it was again, and it suddenly took on a deeper meaning.... namely that this one night break does nothing at all! On the recommendation of a friend, I bought a book on learning strategies for musicians. I started to look into meditation and stress management. And suddenly the words of the teachers made sense to me, which I never really wanted to believe with my previous tunnel vision. Practice slowly, take your time, repeat constantly. Don't get impatient and don't get excited. The valuable energy that is wasted is better invested in moderate practice. And very important, breaks. Practicing every day under pressure and frustration didn't bring me forward as much as moderation and joy do now. I had never tried it and now that I did, I realized that they were all right. And yes, today I practice with joy and accept my mistakes with the confidence that through steady, patient practice they will eventually be no more. A teacher once said to me, like a craftsman, always readjust a bit. Piece by piece, patiently and with calm and eventually it fits. I have already made some things fit, that with the play in front of others...ok, there are probably still a few switches to flip but I am confident that this will also still happen.

Willie is right. Going beyond limits makes you grow, makes you better, moves you forward. But it's how far you push that boundary that matters. If I had taken the quarter of an hour literally, maybe not much would have happened in my case. But I permanently swam too far out, I didn't listen to my body, which already sent me clear signals :" Stop it, I can't anymore!" Today I identify more with the saying, "Don't compare yourself to other pipers...compare yourself to the piper you were yesterday." And that's it. You have to go your own way, have your own experiences. Things that are always just told to you don't shine on you until you have some self-experience, even if it is of a painful nature. But that's probably part of it...until sometime the serenity of age sets in ;-)






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